Aktuelles

    19. Dezember 2019

    Zum Ende des Jahres fand am 19. Dezember die ingesamt dritte ArePron-Industriebeiratssitzung statt. Neben eingesessenen Beiratsmitgliedern fanden sich auch neue sowie beitritssinteressiete Teilnehmer in der Sitzung ein.

    In seinem Grußwort stellte Prof. Metternich nochmal die aktuelle Relevanz des Projektthemas heraus. Durch den von der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen auf den Weg gebrachten „Green Deal“ wird auch die Aufgabe der Forschung und Industrie deutlich, zum klimaneutralen Kontinent bis 2050 beizutragen. Passend dazu wurde dank des Einsatzes von Herrn Hummel aus dem hessischen Ministerium ein neuer Antrag stattgegeben: Unter dem Namen „ArePron+“ sollen Forschungsaktivitäten zu ausgewählten Themen des Tranferprojekts ArePron ab Anfang 2021 fortgeführt werden.

    Im ersten Teil der Beiratssitzung wurde den alten, vor allem auch den neuen Beiratsmitgliedern die Projektmotivation sowie der aktuelle Stand des Projekts aufgezeigt. Dabei wurden wichtige Projekttermine

    hervorgehoben, eine Übersicht über den Projektplan sowie die Arbeitspakete gegeben, Veröffentlichungsaktivitäten dargestellt und die zentralen Ziele samt Ergebnistranfer herausgestellt. Festzuhalten ist, dass die Methodenentwicklung für die ressourceneffiziente Produktion nahezu abgeschlossen ist und dass in der kommenden Periode die Schritte der Implementierung sowie der praktischen Umsetzung dieser Methoden und Konzepte durchgeführt werden.

    Ein weiterer zentraler Bestandteil ist der Ergebnistransfer. Dabei sollen einzelne Vorgehensweisen zu Herausforderungen dieses Themenfelds aufgezeigt sowie praxisrelevante Maßnahmen vorgeschlagen werden. Die Projektergebnisse werden daher zum Ende des Projekts in einem spezifisch an die KMU adressierten Praxisleitfaden festgehalten. 

    Zum Ergebnistransfer dient neben dem Praxisleitaden auch der im Rahmen des Transferprojekts entwickelte Workshop „Ressourceneffizienz durch Digitalisierung“. Hier werden die in ArePron relevanten Themenfeldern wie Herausforderungen, zentrale Grundlagen sowie praktische Übungen in der ETA-Lernfabrik praxisnah erleb- und nachvollziehbar. Anmeldung auf der Homepage des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Darmstadt.

    Während der Beiratssitzung wurden eine Reihe von Themen behandelt:

    • die Methode der Materialkostenrechnung zur Bewertung des Materialeinsatzes mit einhergehenden Kosten
    • die methodische Einführung des Traceability-Systems zum bauteilbezogenen Ressourcen-Monitoring entlang der Pfade im
    • ein Impulsvortrag von Herrn Schraml (ETA-Solutions GmbH) zur kosten- und energieeffizienten Fabrikplanung, bei der u.a. enorme Einsparpotentiale bei der richtigen Dimensionierung von Anlagen liegen
    • die Schaffung einer energetischen Gesamttransparenz, in Form eines schrittweisen Vorgehens von der Grob- zur Feinanalyse hinsichtlich Fabrik-, Anlagen- und Sensorikausstattung

    Während der gesamten Laufzeit des Transferprojekts ArePron besteht für Unternehmen aus der Industrie die Möglichkeit dem Beirat beizutreten und durch den Besuch der Beiratstreffen den Erkenntnistransfer in die Industrie zu fördern. Kontaktieren Sie uns gern unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

     ArePron Workshop im Rahmen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Darmstadt: Ressourceneffizienz durch Digitalisierung

    Zur Unterstützung des Ergebnistransfers aus dem ArePron Projekt wird das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt als Transferplattform genutzt. Hierzu wurde der folgende Workshop entwickelt, für den Sie sich auf der Webseite des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt unter diesem Link anmelden können:

    Ressourceneffizienz, d.h. die Einsparung von Material und Energie, ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Dabei ist die Erfassung von Betriebs- und Hilfsstoffen sowie Rohmaterial eine umfangreiche und komplexe Aufgabe, die sich deutlich von der Erfassung von Energieströmen unterscheidet.

    In unserem Workshop bringen wir Ihnen Maßnahmen zur Ressourceneffizienz-Steigerung nahe, die durch die digitale Transformation ermöglicht werden. Dazu gehen wir zunächst auf die zielgerichtete Aufnahme bestehender Systeme und Systemzustände als Voraussetzung ein sowie auf die Festlegung von Anforderungen an einen ressourceneffizienteren Zustand. Anschließend stellen wir Ihnen unterschiedliche digitale Möglichkeiten zur Verringerung des Materialverbrauchs (und Energieverbrauchs) auf Prozess-, Produkt- sowie Systemebene vor und vermitteln Methoden zur digital unterstützten Analyse von Ressourcenverbräuchen. Daneben geben wir Ihnen einen Überblick zur Einrichtung von Traceability-Systemen und IKT-Plattformen als Enabler, um auf Ressourceneffizienz ausgerichtete Digitalisierungskonzepte in die Wertschöpfungsprozesse integrieren zu können.

    Dozentin

    Astrid Weyand

    Lernziele

    • Methoden zur Aufnahme von prozess- und produktbezogenen Ressourcenverbräuchen kennenlernen.
    • Methoden zur digital unterstützten Analyse von Ressourcenverbräuchen erarbeiten.
    • Verständnis für Maßnahmen zur Gestaltung ressourceneffizienter Prozessalternativen entwickeln.
    • Überblick zu Software und IKT-Systemen für die Erfassung und Bewertung von Ressourcenverbräuchen in der Produktion erhalten.
    Veranstaltungsort

    Wertvoller Austausch zwischen Industrie und Forschung

     

    Das Grußwort an die Industriepartner der verschiedenen Unternehmen zur Veranstaltung hielt Frau Professorin Liselotte Schebek vom Institut SuR der TU Darmstadt. Nach einer kurzen Vorstellungsgrunde wurde die Motivation sowie der aktuelle Stand des Projekts vorgestellt. Inhaltlich wird festgehalten, dass die Methodenentwicklung für eine ressourcentransparente Produktion parallel zu den praktischen Umsetzungsmaßnahmen des Produktionsnetzwerks in den Lernfabriken stattfindet. Im Rahmen der ersten Produktionswoche im Mai wurden Daten in beiden Lernfabriken CiP und ETA erfasst. Das Forschungs- und Projektteam der drei Institute PTW, SuR und DiK untersuchen aktuell die hierdurch gewonnene Datentransparenz hinsichtlich einer agilen Produktionsplanung und der Bewertung der Ressourceneffizienz im Produktionsnetzwerk. Die gewonnenen Erkenntnisse werden den Unternehmen am Ende des Projekts in Form eines Leitfadens zur Verfügung gestellt.

    Nach einem kurzen Rückblick zu den Inhalten des letzten Beiratstreffens wurden die einzelnen Themenkomplexe zur technischen Realisierung des Projekts thematisiert. Dazu gehören eine Methode zur Datenerfassung von Ressourceninputs und Ressourcenoutputs, die Maschinenanbindung, die Sensorintegration, ein Traceability-System zur Verfolgung des gefertigten Kugellabyrinths im Produktionsnetzwerk sowie die Vorstellung der eingesetzten IoT-Plattform. Die Unternehmensvertreter zeigten zu den vorgestellten Inhalten und ausgewerteten Daten besonderes Interesse, sodass während der Vortragsteile offene Diskussionsrunden entstanden, die zu einem gewünschten, konstruktiven Informationsaustausch zwischen Forschung und Industrie geführt haben.

     

     

    In der folgenden Pause ergab sich für die Unternehmensvertreter die Möglichkeit sich über aktuelle Probleme und Herausforderungen in den Bereichen Produktion, Ressourceneffizienz und Digitalisierung auszutauschen und Networking zu betreiben.

    Nach der Pause wurden zwei Impulsvorträge der Beiratsmitglieder Herr Dr. Schöning von der Software AG und Herr Wagner von der in-integrierte informationssysteme GmbH zum Thema IoT-Plattformen gehalten. Hierbei haben die beiden Vertreter den anderen Beiratsmitgliedern einen Einblick in ihre Produkte und Projekte gewährt, um aktuelle Möglichkeiten und Herausforderungen des IoT-Plattformeinsatzes aufzuzeigen. Die Plattformen zielen darauf ab, die im ArePron-Projekt verfolgte Vernetzung einzelner Produktionsabläufe zu unterstützen und das Handling der erfassten Daten zu erleichtern.

    Auch nach Abschluss der Veranstaltung wurde die Möglichkeit zum themenspezifischen Austausch genutzt. Dabei wurde von Beiratsmitgliedern positives Feedback an die beteiligten Forschungsgruppen des Projekts ausgesprochen.

    Zudem besteht für Unternehmen aus der Industrie die Möglichkeit dem Beirat beizutreten und durch den Besuch der Beiratstreffen den Erkenntnistransfer in die Industrie zu fördern. Kontaktieren Sie uns gern unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

     


    Erfolgreicher Start der Zusammenarbeit zwischen Forschungsteam und Industriepartnern.

    Begrüßung des Industriebeirats durch Professor Joachim Metternich. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Begrüßung des Industriebeirats durch Professor Joachim Metternich. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Zum ersten Industriebeiratstreffen des interdisziplinären Transferprojekts „ArePron“ durfte die TU Darmstadt am Mittwoch, den 28.11.2018, Vertreter von etwa 20 Industriepartnern in der ETA-Fabrik am Campus Lichtwiese willkommen heißen.

    Nach der Begrüßung durch Professor Joachim Metternich wurde den Unternehmensvertretern das Projekt und der aktuelle Projektstand vorgestellt. In den ersten Phasen des Projekts standen vor allem die Analyse der Ist-Situation, die Definition des Anforderungsprofils und die ersten Schritte zur Entwicklung einer Methode zur ressourceneffizienten Produktion im Vordergrund.

    Anschließend wurden die Anforderungen, Zielsetzungen und bisherigen Ergebnisse in den drei Themenkomplexen Traceability, Ressourceneffizienz sowie Informations- und Kommunikationsstruktur von Mitgliedern des Projektteams erläutert.

    In der darauffolgenden Mittagspause gab es für die Unternehmensvertreter die Möglichkeit sich bei entspannter Atmosphäre über aktuelle Probleme und Herausforderungen in den Bereichen Produktion, Ressourceneffizienz und Digitalisierung auszutauschen und Networking zu betreiben.

    Nachmittags stand ein Workshop auf dem Programm. Dabei lag der Fokus auf dem Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmensvertretern und Projektmitarbeitern. Ziel war hierbei Praxiserfahrungen, -fragestellungen, und -herausforderungen in die Forschung einzubringen und Erwartungen des Industriebeirats mit den Projektzielsetzungen abzugleichen. Die Industrievertreter zeigten großes Interesse an den behandelten Themen und beteiligten sich rege an den Diskussionsrunden.

    Workshop des Projektteams mit den Industrievertretern. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Workshop des Projektteams mit den Industrievertretern. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Nach einer abschließenden Präsentation der Ergebnisse des Workshops gab es eine Führung durch die ETA-Fabrik und die Prozesslernfabrik CiP, bei der die für das Projekt relevante Produktionsumgebung mit den genutzten Maschinen gezeigt wurde.

    Für den 05.06.2019 ist das zweite Treffen des Industriebeirats geplant. Inhaltlich sollen vor allem erste Ergebnisse aus dem Produktionsanlauf, der Methodenentwicklung und die ermittelten Ressourcenkennzahlen präsentiert und diskutiert werden. Des Weiteren werden im Zuge des Wissenstransfers an die Industriepartner Workshops zu den Forschungserkenntnissen angeboten.

    Das Feedback der Industriepartner war durchweg positiv und der Auftakt der Industriebeiratstreffen damit für das Projektteam sehr zufriedenstellend.

    Zudem besteht für Unternehmen aus der Industrie die Möglichkeit dem Beirat beizutreten und an den Beiratstreffen teilzunehmen. Kontaktieren Sie uns gern unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

    Pressemitteilung - 7. PIUS-Länderkonferenz am 13. und 14. Juni in Bielefeld

    Kosten senken, Material- und Energieeffizienz steigern, Wettbewerbsvorteile sichern: Auf der 7. PIUS-Länderkonferenz in der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld ging es am 13. und 14. Juni 2018 um den praxisorientierten Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer rund um die Themenfelder Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS), Ressourceneffizienz und nachhaltiges Wirtschaften. 200 Teilnehmer waren bei der von den vier Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen finanzierten und inhaltlich gestalteten Veranstaltung dabei.

    Die Menschen in Deutschland leben bereits seit dem 02. Mai dieses Jahres auf Pump – und zwar auf Kosten der nachfolgenden Generationen. An diesem Tag waren nach Berechnungen des renommierten Forschungsinstituts „Global Footprint Network“ die natürlichen Ressourcen Deutschlands für 2018 verbraucht. Für die Erhaltung unseres Wirtschafts- und Lebensweise machen wir seitdem Schulden in der Natur, auf Kosten unserer Kinder. Drei Erden wären zur Deckung des Ressourcenverbrauchs nötig, wenn alle Menschen so leben würden wie wir.

    Wie kann dieser Konflikt gelöst werden? Ein zentraler Baustein ist die Steigerung der Ressourceneffizienz in Industrie und Handwerk, also des geringeren Einsatzes von Material und Energie in der Produktion, bei der Produktenwicklung und der Entwicklung von Dienstleistungen.

    Genau darum ging es bei dem erfolgreichen Format „PIUS-Länderkonferenz“ die bereits zum siebten Mal seit 2002 stattfand und die von der Duisburger Effizienz-Agentur NRW, dem Kompetenzzentrum des Landes NRW zur Ressourceneffizienz, organisiert wurde.

    In Bielefeld kamen mehr als 200 Teilnehmer und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus ganz Deutschland zusammen, um Lösungen zu erarbeiten, vorzustellen und zu diskutieren. Viele Praxisbeispiele aus Unternehmen wurden vorgestellt und zeigten, was heute bereits möglich ist, welche Unterstützungsangebote aus Ländern und Bund es dazu gibt uns wie diese effektiv und gewinnbringend für Wirtschaft und Umwelt genutzt werden können.

    Das prall gefüllte Programm mit Vorträgen, Diskussionen und als Herzstück 20 Workshop-Sessions mit mehr als  50 Impulsen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Dienstleistung bot den Teilnehmern an beiden Tagen einen umfassenden Überblick und viele Mitmachmöglichkeiten zu den Themenbereichen „Digitale Transformation“, „MitarbeiterInnen im Fokus“, „Beratung – Förderung – Finanzierung“ und „Neue Technologien“ – immer unter dem Blickwinkel der Ressourceneffizienz.

    Dr. Peter Jahns, Leiter der Effizienz-Agentur NRW, sagte im Rahmen seiner Eröffnungsrede: „Die große Resonanz zeigt, wie wichtig das Thema Ressourceneffizienz in den vergangenen Jahren geworden ist. Aspekte wie Ressourceneffizienz 4.0, Circular Economy und ecodesign sind existentiell für Unternehmen, die auch morgen und übermorgen noch erfolgreich sein wollen. Unterstützungsangebote dazu gibt es reichlich. Die PIUS-Länderkonferenz ist eine herausragende Plattform, um sich auf den neuesten Stand zu bringen und voneinander zu lernen.“

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