Erfolgreicher Start der Zusammenarbeit zwischen Forschungsteam und Indust-riepartnern.
    Begrüßung des

    Begrüßung des Industriebeirats durch Professor Joachim Metternich. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Begrüßung des Industriebeirats durch Professor Joachim Metternich. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Zum ersten Industriebeiratstreffen des interdisziplinären Transferprojekts „ArePron“ durfte die TU Darmstadt am Mittwoch, den 28.11.2018, Vertreter von etwa 20 Industriepartnern in der ETA-Fabrik am Campus Lichtwiese willkommen heißen.

    Nach der Begrüßung durch Professor Joachim Metternich wurde den Unternehmensvertretern das Projekt und der aktuelle Projektstand vorgestellt. In den ersten Phasen des Projekts standen vor allem die Analyse der Ist-Situation, die Definition des Anforderungsprofils und die ersten Schritte zur Entwicklung einer Methode zur ressourceneffizienten Produktion im Vordergrund.

    Anschließend wurden die Anforderungen, Zielsetzungen und bisherigen Ergebnisse in den drei Themenkomplexen Traceability, Ressourceneffizienz sowie Informations- und Kommunikationsstruktur von Mitgliedern des Projektteams erläutert.

    In der darauffolgenden Mittagspause gab es für die Unternehmensvertreter die Möglichkeit sich bei entspannter Atmosphäre über aktuelle Probleme und Herausforderungen in den Bereichen Produktion, Ressourceneffizienz und Digitalisierung auszutauschen und Networking zu betreiben.

    Nachmittags stand ein Workshop auf dem Programm. Dabei lag der Fokus auf dem Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmensvertretern und Projektmitarbeitern. Ziel war hierbei Praxiserfahrungen, -fragestellungen, und -herausforderungen in die Forschung einzubringen und Erwartungen des Industriebeirats mit den Projektzielsetzungen abzugleichen. Die Industrievertreter zeigten großes Interesse an den behandelten Themen und beteiligten sich rege an den Diskussionsrunden.

    Workshop des Projektteams mit den Industrievertretern. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Workshop des Projektteams mit den Industrievertretern. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Nach einer abschließenden Präsentation der Ergebnisse des Workshops gab es eine Führung durch die ETA-Fabrik und die Prozesslernfabrik CiP, bei der die für das Projekt relevante Produktionsumgebung mit den genutzten Maschinen gezeigt wurde.

    Für den 05.06.2019 ist das zweite Treffen des Industriebeirats geplant. Inhaltlich sollen vor allem erste Ergebnisse aus dem Produktionsanlauf, der Methodenentwicklung und die ermittelten Ressourcenkennzahlen präsentiert und diskutiert werden. Des Weiteren werden im Zuge des Wissenstransfers an die Industriepartner Workshops zu den Forschungserkenntnissen angeboten.

    Das Feedback der Industriepartner war durchweg positiv und der Auftakt der Industriebeiratstreffen damit für das Projektteam sehr zufriedenstellend.

    Zudem besteht für Unternehmen aus der Industrie die Möglichkeit dem Beirat beizutreten und an den Beiratstreffen teilzunehmen. Kontaktieren Sie uns gern unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it..

    Pressemitteilung - 7. PIUS-Länderkonferenz am 13. und 14. Juni in Bielefeld

    Kosten senken, Material- und Energieeffizienz steigern, Wettbewerbsvorteile sichern: Auf der 7. PIUS-Länderkonferenz in der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld ging es am 13. und 14. Juni 2018 um den praxisorientierten Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer rund um die Themenfelder Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS), Ressourceneffizienz und nachhaltiges Wirtschaften. 200 Teilnehmer waren bei der von den vier Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen finanzierten und inhaltlich gestalteten Veranstaltung dabei.

    Die Menschen in Deutschland leben bereits seit dem 02. Mai dieses Jahres auf Pump – und zwar auf Kosten der nachfolgenden Generationen. An diesem Tag waren nach Berechnungen des renommierten Forschungsinstituts „Global Footprint Network“ die natürlichen Ressourcen Deutschlands für 2018 verbraucht. Für die Erhaltung unseres Wirtschafts- und Lebensweise machen wir seitdem Schulden in der Natur, auf Kosten unserer Kinder. Drei Erden wären zur Deckung des Ressourcenverbrauchs nötig, wenn alle Menschen so leben würden wie wir.

    Wie kann dieser Konflikt gelöst werden? Ein zentraler Baustein ist die Steigerung der Ressourceneffizienz in Industrie und Handwerk, also des geringeren Einsatzes von Material und Energie in der Produktion, bei der Produktenwicklung und der Entwicklung von Dienstleistungen.

    Genau darum ging es bei dem erfolgreichen Format „PIUS-Länderkonferenz“ die bereits zum siebten Mal seit 2002 stattfand und die von der Duisburger Effizienz-Agentur NRW, dem Kompetenzzentrum des Landes NRW zur Ressourceneffizienz, organisiert wurde.

    In Bielefeld kamen mehr als 200 Teilnehmer und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus ganz Deutschland zusammen, um Lösungen zu erarbeiten, vorzustellen und zu diskutieren. Viele Praxisbeispiele aus Unternehmen wurden vorgestellt und zeigten, was heute bereits möglich ist, welche Unterstützungsangebote aus Ländern und Bund es dazu gibt uns wie diese effektiv und gewinnbringend für Wirtschaft und Umwelt genutzt werden können.

    Das prall gefüllte Programm mit Vorträgen, Diskussionen und als Herzstück 20 Workshop-Sessions mit mehr als  50 Impulsen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Dienstleistung bot den Teilnehmern an beiden Tagen einen umfassenden Überblick und viele Mitmachmöglichkeiten zu den Themenbereichen „Digitale Transformation“, „MitarbeiterInnen im Fokus“, „Beratung – Förderung – Finanzierung“ und „Neue Technologien“ – immer unter dem Blickwinkel der Ressourceneffizienz.

    Dr. Peter Jahns, Leiter der Effizienz-Agentur NRW, sagte im Rahmen seiner Eröffnungsrede: „Die große Resonanz zeigt, wie wichtig das Thema Ressourceneffizienz in den vergangenen Jahren geworden ist. Aspekte wie Ressourceneffizienz 4.0, Circular Economy und ecodesign sind existentiell für Unternehmen, die auch morgen und übermorgen noch erfolgreich sein wollen. Unterstützungsangebote dazu gibt es reichlich. Die PIUS-Länderkonferenz ist eine herausragende Plattform, um sich auf den neuesten Stand zu bringen und voneinander zu lernen.“

    Wie lassen sich Ressourcen in der produzierenden Industrie durch intelligente, standortübergreifende Vernetzung von Produktionssystemen effizienter nutzen? Dieser Frage geht seit kurzem das interdisziplinäre Projekt „ArePron“ nach. Heute hat Staatssekretär Mathias Samson den Förderbescheid des Landes feierlich übergeben.

    Bei der Bescheidübergabe für ArePron (v.li.): Professor Joachim Metternich, PTW; Staatssekretär Mathias Samson, Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch, Professorin Liselotte Schebek, SuR und Professor Reiner Anderl, DiK. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Bei der Bescheidübergabe für ArePron (v.li.): Professor Joachim Metternich, PTW; Staatssekretär Mathias Samson, Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch, Professorin Liselotte Schebek, SuR und Professor Reiner Anderl, DiK. Bild: Sibylle Scheibner, PTW

    Das Transferprojekt „ArePron“ startete im Januar, hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Fördervolumen von 1,7 Millionen Euro, die jeweils hälftig vom Land Hessen und von der EU getragen werden.

    Ziel des Forschungsvorhabens ist die Steigerung von Ressourceneffizienz durch intelligente, standortübergreifende Vernetzung von Produktionssystemen. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Techniken der Digitalisierung zu. Sie sollen helfen, Kosten zu senken und den ökologischen Fußabdruck eines Unternehmens zu verkleinern. Um die Theorie möglichst realitäts- und praxisnah umsetzen und prüfen zu können, bauen die Forscherinnen und Forscher ein Produktionsnetzwerk zwischen zwei bereits bestehenden TU-Modellfabriken auf: der ETA-Fabrik und der Prozesslernfabrik CiP auf dem Campus Lichtwiese.

    In den vernetzten Fabriken wird ein Produkt gefertigt, das verschiedene Produktionspfade durchlaufen kann. Dabei werden Daten erhoben wie zum Beispiel der Verbrauch von Ressourcen und Betriebsmitteln. So können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine agile Produktionsplanung und -steuerung realisieren. Das Vorgehensmodell, das sie dabei exemplarisch erstellen, soll anschließend für die unternehmerische Praxis verallgemeinert und so anwendbar werden.

    Dabei wird es um Fragen gehen wie: Wie kann man Transparenz im Ressourceneinsatz herstellen? Welche Daten müssen dafür sinnvollerweise wie erhoben werden? Wie können die Ressourcendaten mehrerer Standorte vernetzt und ausgewertet werden?

    „ArePron“ ist interdisziplinär angelegt und vereint die Expertise von drei Instituten der TU Darmstadt. Das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (Fachbereich Maschinenbau) unter der Leitung von Professor Eberhard Abele und Professor Joachim Metternich forscht neben den rein technischen Themengebieten der Werkzeugmaschinen-, Komponenten- und Technologieentwicklung auch an übergreifenden Fragestellungen etwa zu Wertschöpfungsketten und Energieeffizienz. Expertise zur intelligenten Vernetzung von Bauteilen und Betriebsmitteln zu digitalen Informationsträgern wird das Fachgebiet für Datenverarbeitung in der Konstruktion (Fachbereich Maschinenbau) unter Professor Reiner Anderl einbringen. Mit dem Fachgebiet Stoffstrommanagement und Ressourcenwirtschaft (Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften) unter Professorin Liselotte Schebek kann das Forschungsteam auch auf weitreichende Erfahrungen im Bereich der Modellierung und Auswertung von Stoff- und Energieflusssystemen zurückgreifen.

    „Das Projekt ArePron verbindet auf hervorragende Weise die Adressierung zweier wesentlicher aktueller Herausforderungen an die Industrie: die unaufhaltsame Digitalisierung der industriellen Produktionsprozesse – Schlagwort Industrie 4.0 – sowie die Notwendigkeit in Anbetracht begrenzter Ressourcen Wirtschaftswachstum und Verbrauch von Ressourcen zu entkoppeln. Die vorhandenen Forschungsgroßinfrastrukturen der TU Darmstadt ETA-Fabrik sowie Center für industrielle Produktivität CiP werden nachhaltig zur Generierung neuer exzellenter Forschungsergebnisse genutzt. Das Projekt ist Beispiel für die erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Einzeldisziplinen auf höchstem Niveau innerhalb der TU Darmstadt wie auch die erfolgreiche Kooperation mit verlässlichen Partnern aus der Industrie.“

    -Professor Matthias Rehahn, TU-Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer, Alumni und Fundraising